WIG – Schweissstäbe zum Schweissen unlegierter und niedriglegierter Stähle

1. Empfehlung geeigneter WIG – Schweissstäbe zum Schweissen unlegierter und niedriglegierter Stähle

Fliess WIG – Schweissstäbe

WSG 2

EN ISO 636-A W 46 5 3Si1AWS A5.18 ER70S-6

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WSG 3

EN ISO 636-A W 50 5 4Si1AWS A5.18 ER70S-6

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Anmerkung: die Eigenschaften der empfohlenen Schweisszusätze müssen auf die Schweisseignung der Stähle, den daraus resultierenden Anforderungen und auf die Beanspruchung der zu fertigenden Konstruktion abgestimmt sein. Natürlich sind Einsätze anderer, artgleicher oder artähnlicher Schweisszusätze möglich. Bitte in Abstimmung mit dem technischen Support. Eine Ergänzung und eine Hilfe zur Produktauswahl entnehmen Sie bitte auch der anschliessenden Kurzbeschreibung und Schweisseignung dieser Werkstoffgruppe.

2. Beschreibung

Bei dieser Stahlgruppe wird die Schweisseignung gewöhnlich nach dem Kohlenstoffgehalt beurteilt. Beim Schweissvorgang werden in den Schweissnahtübergängen Teile des Grundwerkstoffes austenitisiert. Nach raschem Abkühlen kann in diesen beeinflussten Zonen eine örtliche Härtung auftreten. Deshalb sind unlegierte Stähle aber auch niedriglegierte Stähle mit einem Kohlenstoffgehalt bis etwa 0,2% in der Regel noch ohne Schwierigkeiten zu schweissen. Ab dieser Grenze aufwärts wird ein Vorwärmen oder eine günstige Wärmeführung während des Schweissens empfohlen. Niedriglegierte Stähle höherer Festigkeit werden vielfach im Maschinenbau eingesetzt und lassen sich durch Vergüten in Ihren Festigkeits- und Zähigkeitseigenschaften verbessern. Der Gesamtlegierungsgehalt übersteigt gewöhnlich nicht 5 %.

Vertreter dieser Stahlgruppe können folgende sein:

DIN EN 10025 -2 (S235, S275, S355, E360)
DIN EN 10025-3 (S275, S360, S420, S460)
DIN EN 10028 (P235, P275, P355, P460)

3. Schweisseignung

Elemente wie z.B. Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor und Schwefel können je nach Anforderung direkten Einfluss auf die Schweisseignung nehmen. Auch die Konstruktionsgestaltung in Verbindung mit der Wanddicke müssen hierbei Berücksichtigung finden. Wie bereits beschrieben nimmt die Schweisseignung mit zunehmendem Kohlenstoffgehalt ab, da wegen abnehmender kritischer Abkühlgeschwindigkeit und zunehmender Martensithärte eine kritische Aufhärtung und Sprödigkeit zunimmt. Bereits ab 0,2% Kohlenstoffgehalt zeigen einen Martensitanteil von 30 – 50% und eine Härte von 300 – 350 HV. Ab einem C-Gehalt von 0,2% wird eine Vorwärmung vor dem Schweissbeginn (Heften) und nach Beendigung der Schweissarbeiten eine langsame Abkühlung aus der Schweisswärme heraus empfohlen.

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