Schweisspulver für das Schweissen von unlegierten und niedriglegierten Stählen

1. Empfehlung geeigneter Schweisspulver für das Schweissen von unlegierten und niedriglegierten Stählen

Oerlikon Schweisspulver

Uniflux D1

EN ISO 14174: SA AR 1 97 AC
OE-S1AWS A5.17: F7A0-EL12
OE-S2AWS A5.17: F7A0-EM12K

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OP181

EN ISO 14174: SA AR 1 88 AC
OE-S2MoEN ISO 14171-A – S 46 0 AR S2Mo
OE-S1EN ISO 14171-A – S 42 0 AR S1
OE-S2EN ISO 14171-A – S 42 2 AR S2
OE-S1AWS A5.17: F7A0-F7PZ-EL12
OE-S2AWS A5.17: F7A0-F7PZ-EM12K

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OP 190

EN ISO 14174: SA AB 1 67 AC H5
OE-S2MoEN ISO 14171-A: S 46 5 AB S2Mo
OE-S2Si2 EN ISO 14174: S 46 4 AB S2Si2
OE-SD2 EN ISO 14171-A: S 38 5 AB S2Si
OE-S2EN ISO 14171-A: S 438 4 AB S2
OE-S2MoAWS A5.23: F8A5-EA2-A4-F8P2-EA2-A4
OE-S2AWS A5.17: F7A5-EM12K-F6P5-EM12K

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OP 121TT

EN ISO 14174: SA FB 1 55 AC H5
OE-S2AWS A5.17: F7A6-EM12K-F6P8-EM12K
OE-SD3AWS A5.17: F7A8-EH12K-F7P8-EH12K

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Anmerkung: die Eigenschaften der empfohlenen Schweisszusätze müssen in Verbindung mit geeigneten UP- Drahtelektroden auf die Schweisseignung der Stähle, den daraus resultierenden Anforderungen und auf die Beanspruchung der zu fertigenden Konstruktion abgestimmt sein. Natürlich sind Einsätze anderer, artgleicher oder artähnlicher Schweisszusätze möglich. Bitte in Abstimmung mit dem technischen Support. Eine Ergänzung und eine Hilfe zur Produktauswahl entnehmen Sie bitte auch der anschliessenden Kurzbeschreibung und Schweisseignung dieser Werkstoffgruppe.

2. Beschreibung

Bei dieser Stahlgruppe wird die Schweisseignung gewöhnlich nach dem Kohlenstoffgehalt beurteilt. Beim Schweissvorgang werden in den Schweissnahtübergängen Teile des Grundwerkstoffes austenitisiert. Nach raschem Abkühlen kann in diesen beeinflussten Zonen eine örtliche Härtung auftreten. Deshalb sind unlegierte Stähle aber auch niedriglegierte Stähle mit einem Kohlenstoffgehalt bis etwa 0,2% in der Regel noch ohne Schwierigkeiten zu schweissen. Ab dieser Grenze aufwärts wird ein Vorwärmen oder eine günstige Wärmeführung während des Schweissens empfohlen. Niedriglegierte Stähle höherer Festigkeit werden vielfach im Maschinenbau eingesetzt und lassen sich durch Vergüten in Ihren Festigkeits- und Zähigkeitseigenschaften verbessern. Der Gesamtlegierungsgehalt übersteigt gewöhnlich nicht 5 %.

Vertreter dieser Stahlgruppe können folgende sein:
DIN EN 10025 -2 (S235, S275, S355, E360)
DIN EN 10025-3 (S275, S360, S420, S460)
DIN EN 10028 (P235, P275, P355, P460)

3. Schweisseignung

Elemente wie z.B. Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor und Schwefel können je nach Anforderung direkten Einfluss auf die Schweisseignung nehmen. Auch die Konstruktionsgestaltung in Verbindung mit der Wanddicke müssen hierbei Berücksichtigung finden. Wie bereits beschrieben nimmt die Schweisseignung mit zunehmendem Kohlenstoffgehalt ab, da wegen abnehmender kritischer Abkühlgeschwindigkeit und zunehmender Martensithärte eine kritische Aufhärtung und Sprödigkeit zunimmt. Bereits ab 0,2% Kohlenstoffgehalt zeigen einen Martensitanteil von 30 – 50% und eine Härte von 300 – 350 HV. Ab einem C-Gehalt von 0,2% wird eine Vorwärmung vor dem Schweissbeginn (Heften) und nach Beendigung der Schweissarbeiten eine langsame Abkühlung aus der Schweisswärme heraus empfohlen.

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